IXS-Downhillcup in Winterberg am 22. - 25.5.2015 in Winterberg

Winterberg ist einer der Höhepunkte der Saison: Am langen Pfingstwochenende fand das legendäre Dirtmasters Festival statt. Neben dem Rookies-Downhillcup RDC und dem German Downhillcup GDC war auch die Weltelite der Slopestyler aktiv. Fourcross und der erstmalig ausgetragene Pumptrack-Contest rundeten das Programm ab, so dass auch die Dirtbiker vom Schanzenfeld (Dirtpark Hungen) voll auf ihre Kosten kamen.
Beim RDC startete ein Fahrer vom RVG Hungen (Jannick Peters U17), beim GDC sogar drei: Felix Krüger (Pro U17, Team MRC Young Guns) , Eric Lotz (U19) und Hendrik Peters (Pro U19, Propain Factory-Team).
Die Strecke im Bikepark Winterberg ist normalerweise schon nicht besonders anspruchsvoll. Für den Downhillcup wurde sie noch weiter entschärft und dadurch sehr schnell. Zu Beginn die lange Tretpassage auf Schotter und durch den Wald, eine Rasenkurve, die Waldstrecke bis zum legendären Steinfeld, an dem die meisten Zuschauer und der Moderator eine tolle Stimmung bereiten. Nach der zweiten Wiesenkurve, die inzwischen mehr aus Schotter besteht, geht es noch einmal in den Wald. Selbst die bisher schwierigste Passage im dritten Waldstück wurde beschleunigt, bevor es kurz danach über den letzten großen Sprung ins Ziel geht.
Der Rookiescup am Freitag und der GDC-Seeding Run profitierten vom schönen Wetter bis zum Sonntag. Jannick Peters gelang beim RDC in seinem erst zweiten Rennen im Vorlauf ein guter vierter Platz, den er im Finallauf sogar auf den dritten Platz bei über 60 Startern verbesserte: Sein erster Auftritt auf dem Siegerpodest!
Auch beim GDC-Seeding Run waren die RVG-Hungen-Aktiven erfolgreich: Felix Krüger landete auf dem tollen dritten Platz mit einer sehr guten Zeit.
Hendrik Peters erreichte in einem sehr engen Rennen mit einer guten Zeit den 9. Platz, mit dem er sicher nicht komplett zufrieden war.
Eric fuhr in einem schnellen Rennen auf den 15. Platz.
Am Montag fing es rechtzeitig zum letzten Training zu regnen an, so dass sich für die Fahrer die Griffigkeit der Strecke erheblich änderte. Jetzt wurde es eine Herausforderung, das Fahrverhalten auf die Strecke abzustimmen.
Felix konnte sich auch im Finallauf bei inzwischen schwierigeren Bedingungen den dritten Platz sichern, Hendrik verbesserte sich auf den guten 6. Platz und Eric hielt den Platz 15 in seiner Altersklasse.

Downhill-Fahrer des RVG Hungen beim IXS-European Downhillcup in Kransjka Gora (Slowenien)

Eine weite Anreise hatten die Downhillfahrer des RVG Hungen zum ersten Rennen des EDC am Himmelfahrtswochende 14. - 17. Mai 2015. Knapp 800 Kilometer ging es von Mittelhessen bis hinter die österreichisch-slowenische Grenze in das Skigebiet von Kransjka Gora (Slowenien). Etwa 500 Fahrer wollten die sicherlich schwierigste Strecke des diesjährigen EDC bezwingen. Zunächst in Maribor geplant, musste das Rennen aus wirtschaftlichen Gründen kurzfristig nach Kransjka Gora verlegt werden.
Die ersten Fahrer waren nach frühzeitigem Start in der Nacht bereits am Donnerstag bei gutem Wetter auf der Strecke. Das änderte sich Abend, als ein unangenehmer Dauerregen einsetzte. Die bereits ziemlich anspruchsvolle Strecke verwandelte sich in ein Schlammfeld, das selbst Worldcup-Fahrer als krass beschrieben. Interessierte Laien bezeichneten die Strecke in dem Zustand als schlicht unfahrbar: Extreme Wurzelpassagen, teilweise mit starkem Gefälle und engen Kurven, die kaum eine fahrbare Linie zeigten, prägten das Bild. Dazwischen einige Wiesenstücke, die in nassem Zustand von den Reifen ordentlich Grip verlangten. Das Training am Freitag zeigte aber, dass die Fahrer zu den Besten gehören. Zwar prägten sehr viele Stürze den Nachmittag und viele Diskussionen zeigten, wie schwierig die Strecke war. Doch gelang es offensichtlich jedem, sich für die beiden Rennläufer gut vorzubereiten.
Beeindruckend war die Starterliste mit allen europäischen Topfahrern, daneben eine Vielzahl ehrgeiziger und erfolgreicher Amateure. Vom RVG Hungen waren zwei Starter dabei: Felix Krüger, der in der Klasse Pro-U17 für das MRC Young Guns-Team fährt, und Hendrik Peters, der als Pro-U19 für das Propain-Factory-Team unterwegs ist.
Glücklicherweise hörte der Regen in der Nacht von Freitag auf Samstag auf, so dass die Strecke bis zum ersten Lauf (Qualifikation) bereits etwas abtrocknen konnte. Nicht nur den Fahrern kam das zu Gute, auch die beeindruckten Zuschauer fühlten sich wesentlich wohler.
Bei der Qualifikation zeigte sich die gute Vorbereitung von Felix Krüger: Er fuhr in seiner Klasse auf einen guten 12. Platz und war zuversichtlich, für das Finale noch etwas Luft nach oben zu haben.
Auch für Hendrik Peters war es vorrangiges Ziel, ohne Sturz bis ins Ziel zu kommen. Das gelang ihm in der Qualifikation gut, war aber mit dem 31. Platz nicht zufrieden.
Beeindruckend war wieder die Elite Men-Klasse, in der die Top- Fahrer unterwegs sind. Unglaubliche 17 Sekunden war Johannes Fischbach als Erster schneller als der beste Pro-U19-Fahrer und zeigte, dass die Profis extrem schnell unterwegs sind.
Im Finallauf konnte sich Felix dann mit einer wesentlich besseren Zeit als in der Qualifikation den 10. Platz sichern. Hier zeigte sich, das die besten europäischen Nachwuchsfahrer am Start sind.
Auch Hendrik verbesserte im Finale nicht nur seine Zeit, sondern arbeite sich auf den 23. Platz vor. Der Gewinner seiner Altersklasse Benoît Cougoureux (Frankreich) konnte sicher von den optimalen Trainingsbedingungen in seinem Heimatort Les Gets profitieren und fuhr mit 2:48:489 min eine Zeit, die selbst bei den Profis beeindruckt hätte.
Der Gewinner des Tages wurde Johannes Fischbach, der im Finallauf bei inzwischen weiter abtrocknender Strecke nochmals seine Zeit auf 2:39:715 min verbesserte.

Downhillfahrer des RVG Hungen beim IXS-Rookiescup in Steinach erfolgreich

Am Wochenende 9./10. Mai 2015 fand in Steinach/Thüringen das erste Rennen des diesjährigen IXS-Rookiescup statt. Die Strecke war wie immer sehr abwechslungsreich: anspruchsvolle Wurzelpassagen, schnelle Wiesenabschnitte, enge Kurven, unangenehme Schotterstrecken und natürlich der tolle Drop bei der Mittelstation, bei dem die Sprünge die Zuschauer jubeln lassen. Hier feuerten die meisten Zuschauer die Nachwuchs-Downhillfahrer begeistert an.
Bereits die echten Rookies der U13-Klasse ließen es in Steinach richtig krachen. Kaum zu glauben, mit welchem Mut die unter 13-jährigen die DH-Strecke am Silbersattel herunter fahren. Die älteren Fahrer bis zu den Masters (über 30 Jahre) waren auf Grund ihrer Erfahrung natürlich noch einige Sekunden schneller.
Vom RVG Hungen waren drei Fahrer am Start: Eric Lotz sowie Jannick und Hendrik Peters.
Nachdem am Freitag beim Trackwalk die Linienwahl sehr intensiv diskutiert wurde, konnte am Samstag beim Training die Strecke getestet werden. Beim nachfolgenden ersten Lauf (Seeding Run) hatten leider nicht alle Fahrer Glück mit dem Wetter: Einzelne heftige Regenschauer machten die Strecke vereinzelt rutschig. Die meisten Fahrer aber konnten bereits im Seeding Run gute Zeiten bringen: Eric Lotz fuhr in der Klasse U19 auf den 9. Platz bei 50 Startern und konnte sich im Finallauf am Sonntag noch auf den guten 8. Platz verbessern. Eindeutig hat Eric den inoffiziellen Style-Preis des Wochenendes verdient: Beim Drop zeigte er mit Abstand dem schönsten Scrub (s. Foto) aller Fahrer.
Jannick Peters fuhr in Steinach sein erstes Downhill-Rennen überhaupt und glänzte im Seeding Run bereits mit einem tollen 5. Platz bei 39 Startern. Im Finallauf konnte er diesen nur ganz knapp nicht behaupten und wurde in seiner Klasse Sechster.
Auch die Lizenzfahrer ("Pro"-Klassen) unter 19 Jahren dürfen in diesem Jahr zum ersten Mal am Rookiescup teilnehmen. Hendrik Peters landete im schnellen Seeding Run mit einem sehr guten Lauf auf dem 2. Platz. Das packende Finale der Pro-U19-Fahrer brachte am Sonntag die schnellsten Zeiten des gesamten Wochenendes. Die Topfahrer lieferten sich ein spannendes Rennen, bei dem die Zeiten der Plätze 2 bis 4 weniger als vier Zehntelsekunden auseinander lagen. Lediglich Jonas Mucha als erster war noch ganze drei Sekunden schneller. Hendrik Peters wurde mit einem rasanten Lauf Vierter in seiner Klasse.

Deutschen Downhill-Meisterschaften am 25. - 27. Juli 2014 in Albstadt

In Albstadt erwartete die Fahrer eine eher sprung- und tretlastige Strecke, die eher eine Freeride/Flow Strecke als Downhill war. Beim Trackwalk bestätigte sich diese Erwartung anfangs, jedoch waren im unteren Teil viele neue Stücke mit Steinfeldern und Wurzeln gebaut worden. Die wenigen Lines, die man sich merken musste, waren schnell drin und die Strecke machte im trockenen Zustand viel Spaß. Schnell war klar, dass durch die relativ kurze, nicht sehr anspruchsvolle Strecke Fahrfehler schnell Konsequenzen in der Platzierung haben würden und man auf der gesamten Strecke zwar Vollgas, aber auch sehr sauber fahren musste. Samstags begann es während des Trainings zu regnen, wodurch die Steinfelder, die aus relativ kalkhaltigen Steinen bestanden, sowie die harten, offenen Kurven extrem rutschig wurden und man viel Speed im Gegensatz zum Trockenen herausnehmen musste. Unser RVG Hungen-Fahrer Hendrik Peters setzte im seeding run auf Sturzfreiheit, auch um den Sonntag nicht zu gefährden. Sein Plan ging auf und er fuhr mit einem soliden, sehr safe gefahrenen Lauf auf den 4. Platz. So war er zuversichtlich, am Sonntag noch mehr rausholen zu können. Nachdem es Samstag Nachmittags aufgehört hatte zu regnen und auch nicht wieder anfing, trocknete die Strecke etwas ab. Hendrik entschied sich, im final run auf Risiko zu setzten und viel Gas zu geben, jedoch seine eher sicheren Lines beizubehalten. So kam er mit 13 Sekunden Verbesserung zum Seeding run ins Ziel, ohne große Fehler gemacht zu haben. Viele verkalkulierten sich jedoch und fuhren entweder zu verhalten oder fuhren zu schnell und stürzten. Am Ende konnte nur noch ein Fahrer seine Zeit unterbieten. Hendrik konnte sich so den Titel des Vizemeisters sichern.

European Downhill Cup in Špičák/Tschechien am 18. - 20. Juli 2014

Bereits beim Trackwalk wurde klar, das die Strecke sehr schnell, aber teils auch sehr technisch und eng sein würde. Im oberen Teil gab es viele enge Kurven, in denen man Flow finden musste, da man hier schnell viel Zeit verlor. Ab der Hälfte dann wurde die Strecke sehr schnell. Zwischendrin gab es immer wieder Steinfelder. Ein Faktor, der sowohl positiv als auch negativ war, war das Wetter mit Sonne, wolkenlosem Himmel, aber auch teilweise über 35 Grad, was das Training anstrengend machte. Bereits bei den ersten Fahrten hatten die Fahrer sehr viel Spaß und konnten sich immer weiter steigern. Im seeding run kam der Fahrer Hendrik Peters vom RVG Hungen bis zur Hälfte gut durch, rutsche dann jedoch in einer offenen Kurve mit viel Staub und Geröll weg und musste hart bremsen, um nicht aus der Strecke zu fahren. Im Rest der Strecke lief es wieder gut, allerdings hatte ihn dieser Fehler Zeit gekostet. Dadurch landete er knapp an seinem Top-10 Ziel vorbei auf dem 11. Platz. Sonntags im Training wurde deutlich, dass die am Abend zuvor gefundenen Linien nochmal etwas schneller waren und so war Hendrik zuversichtlich, im final run Zeit gut machen zu können. Im Rennlauf dann kam er tatsächlich gut durch, machte aber, wie fast jeder, einige kleiner Fahrfehler, da man wegen des Wetters starke Probleme mit der Konzentration hatte. Dennoch konnte er sich um 9 Sekunden verbessern und sicherte sich schließlich den 9. Platz.

Hendrik Peters beim Europacup in Schladming

Aufgrund der langen Fahrzeit von 12 Stunden fand die Anreise nach Leogang bereits Mittwoch statt, wo sie den Donnerstag als Vorbereitung und Training für das Rennen nutzen konnten. Freitags in Schladming bestätigten sich Hendriks Erwartungen über die steile und schnelle Strecke, die für das Rennen in einen extrem guten Zustand versetzt worden war, der Lust aufs Fahren machte. Der Boden war sehr trocken, was auf der noch sehr festen Strecke zum Vorteil war. Gegen Ende des Nachmittags begann es zu regnen, was den Staub band und die Strecke am Samstag noch griffiger machte. Sie konnten die Lines, die sie sich im Trackwalk überlegt hatten, umsetzen und hatten viel Spaß auf der Strecke. Zwischen dem Training und dem Seedingrun trocknete die Strecke aufgrund des sehr warmen Wetters weiter stark ab, was den nun teils sehr losen und trockenen Boden rutschig machte, weshalb Hendrik im Seedingrun relativ zu Beginn stürzte und so nur den 14. Platz belegen konnte. Sonntags nutze er das Training nochmal voll aus, um sich die Strecke noch besser einzuprägen und sich an die mittlerweile teils sehr rutschigen Kurven zu gewöhnen. Im Finalrun konnte er den Speed aus dem Training beibehalten und belegte mit einem relativ zufriedenstellenden Lauf den 9. Platz.

Downhill am Inselsberg: Der Klassiker in Tabarz (Thüringen) zum 20. Mal

Am Wochenende vom 16. – 18. August 2013 fand zum 20. Mal einer der ältesten Downhill-Wettbewerbe Deutschlands  in Tabarz (Thüringen) am Inselsberg statt. Der Wettbewerb ist nicht Teil der großen Rennserien, aber trotzdem sehr beliebt. Über 300 Downhill-Begeisterte waren am Start.

Am Freitag starteten die Fahrer mit der Streckenbegehung. Die Strecke war sehr schnell und gut fahrbar. Mehrere Sprünge boten die Möglichkeit, Zeit zu gewinnen und den Zuschauern die Attraktivität des Sports zu zeigen. Kurz vor der „Schlangengrube“ gab es eine steile Abfahrt mit einem Drop. Im sogenannten Hassgraben prügelten die Fahrer mit full speed über Wurzeln und Geröll, bevor sie im Zieleinlauf noch einmal richtig in die Pedale treten konnten. Zum Abschluss gab es einen schönen Double fast bis zur Ziellinie.

Der Samstag begann bei schönstem Wetter mit dem freien Training, bevor am Nachmittag im Seeding Run die Startreihenfolge für den Finallauf ermittelt wurde. In seiner Klasse (männliche Junioren U17) konnte Hendrik Peters (RV Germania Hungen) mit 2:41,29 min die schnellste Zeit vorlegen, was ihm im Finallauf den letzten Startplatz sicherte. Im Finallauf starten die Fahrer in umgekehrter Reihenfolge der Zeit aus dem Seeding Run, d.h. es beginnt der Langsamste. Der sportliche Samstag klang mit einem Whip Contest der Downhiller und einem Dirt Contest der Dirtfahrer aus.

Am Sonntag war es bereits morgens stark bewölkt. Um 8:00 Uhr begann das zweistündige Training, um die optimale Linie auf der Strecke zu finden. Noch vor dem Finallauf begann es leicht zu regnen, was auf der sehr staubigen Strecke praktisch nicht zu merken war. Lediglich der Zieleinlauf wurde etwas verlegt, um eine 10 m längere Bremsstrecke zu gewährleisten.

Bei den männlichen Junioren U17 wurden im Gegensatz zum Seeding Run alle Sprünge geöffnet, um den guten Fahrern noch mehr Möglichkeiten zu guten Zeiten zu ermöglichen. Im Finallauf wurde dann Jonas Mucha mit einer Zeit von 2:31,54 min Erster von 13 Startern seiner Klasse. Hendrik Peters musste schon im ersten Drittel der Strecke einen technischen Defekt hinnehmen, als ihm bereits kurz nach dem Start die Kette riss. Eine super Zeit war dann ohne Möglichkeit zum Pedalieren nicht mehr möglich. Trotzdem erreichte Hendrik mit einer sensationellen Zeit von 2:37,81 min den 3. Platz und das ohne Kette!

In der besten Leistungsklasse Lizenz Elite gewann Christian Textor mit einer Zeit von 2:18,82 min.

Hendrik Peters wird Vierter beim iXS German Downhill Cup in Ilmenau

Am 10. und 11. August 2013 wurde in Ilmenau (Thüringen) der 4. Lauf des 17. iXS German Downhill Cup ausgetragen. Etwa 500 Starter aus 11 Nationen waren in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen  auf dem inzwischen legendären 1,5 km-Kurs im Thüringer Wald angemeldet, darunter in der Leistungsklasse die derzeit besten deutschen Downhill-Fahrer und -Fahrerinnen.

Der abwechslungsreiche Kurs über 220 Höhenmeter begann wieder auf dem 794 m hohen Lindenberg und führte über diverse Steinfelder, Wurzelpassagen und Sprünge auf die spektakuläre Zieleinfahrt auf dem Aufsprunghang der ehemaligen Skisprungschanze. Hier waren die besten Fahrer bis über 70 km/h schnell. Ein Höhepunkt war sicherlich der Road Gap im oberen Drittel, der nur im vollen Tempo zu springen war. Die Strecke war sehr steinig, wurzelig und staubig, was sich am ersten Renntag nur durch einen kräftigen Regenschauer für wenige Stunden änderte. Dafür war sie am zweiten Tag, in dem die Finals stattfanden, noch schneller zu fahren.

Bereits am Freitag vor dem 1. Renntag reisten viele Teilnehmer für die obligatorische Streckenbesichtigung zu Fuß an. Am Nachmittag nutzten die Fahrer das freie Training, um auf der gegenüber den Vorjahren erneut modifizierten Strecke warm zu werden. Nach zwei Pflichttrainingsläufen am Samstag starteten die Seeding Runs, in denen die Startreihenfolge für die Finalläufe am Sonntag ermittelt wurde.

Die beste Gesamtzeit der Seedings Runs mit 2:14,980 min fuhr Marcus Klausmann, amtierender und 15-facher deutscher Downhill-Meister in der Elite Men-Klasse. Die Junior male-Klasse (männliche Jugend unter 18 Jahre) war mit einer Bestzeit von 2:24,716 min noch nicht einmal 10 Sekunden langsamer. Hendrik Peters, der in der Junior male-Klasse für den Radfahrer-Verein Germania Hungen startet, kündigte mit einem 9. Platz seine Ambitionen für den Finallauf bereits an. Im Finallauf konnte dann Bastian Lach mit 2:26,008 min für lange Zeit im Hot Seat des derzeit Führenden Platz nehmen, ehe die besten Fahrer der männlichen Junioren die Bestzeit auf 2:18,951 min schraubten. Hendrik Peters verpasste mit einer Superleistung von 2:22,599 min nur knapp das Podium und erreichte damit einen sehr guten 4. Platz von 66 Startern in seiner Klasse.

Den Finallauf der Männer-Elite konnte Benny Strasser mit sagenhaften 2:07,398 min vor Marcus Klausmann und Christian Textor für sich entscheiden. Die legendären Ilmenauer Fans kamen damit nicht nur auf ihre Kosten, sondern sorgten auch für eine fantastische Stimmung bei diesem außergewöhnlichen MTB-Rennen.

3. Platz beim Roockies Cup in Winterberg für den Germania Hungen Downhill Racing Fahrer Hendrik Peters

Am Pfingstwochenende 2013 fand in Winterberg wieder der iXS Rookies Cup, das Downhill-Rennen für ambitionierte Nachwuchsfahrer, statt. In verschiedenen Altersklassen galt es, eine bestimmte Bergstrecke in möglichst kurzer Zeit mit dem Fahrrad zu bewältigen. Am Hang bergab über Wurzeln, Steine und enge Kurven rasen die Fahrer in entsprechender Schutzkleidung und mit speziellen Downhill-Rädern abwärts und müssen neben einer großen Portion Mut auch viel fahrtechnisches Geschick mitbringen.

Hendrik Peters vom Radfahrverein Germania Hungen konnte sich im ersten Lauf unter 75 Startern mit Bestzeit auf den ersten Platz fahren. Im zweiten Lauf holte die Konkurrenz leicht auf, so dass der junge Downhiller in der Gesamtwertung einen Pokal und den 3. Platz für seinen Verein nach Hungen holte.

Downhill gehört zu den Mountainbike-Sportarten. Mit speziellen schweren und extrem gefederten Rädern geht es über bestimmte Strecken steil bergab. Es sind sowohl enge Kurven, Steinfelder, Wurzelpassagen als auch Schotterpisten in schnellstmöglicher Zeit zu bewältigen. Nur mit schneller und sehr sicherer Fahrtechnik kommt man gut im Ziel an. Viel Training, angstfreies Fahren und Gefühl für Rad und Strecke sind ein unbedingtes Muss. Hendrik Peters hat alles unter Beweis gestellt und der Verein RVG Germania drückt ihm für die weitere Saison alles Gute und wünscht viel Erfolg.

Wer Fragen zu dieser Sportart hat, kann sich gerne an das Germania Hungen Downhill Racing Team wenden.

Downhill

Downhill (Bergabfahrt) ist eine Variante vom Mountainbiking (MTB), bei der man auf speziellen Strecken möglichst schnell bergab fährt. Auf den Strecken befinden sind viele natürliche und künstliche Hindernisse wie Steinfelder, Wurzelpassagen, Sprünge und Abhänge. Wegen der schwierigen Strecken und hohen Geschwindigkeit sind spezielle Räder mit verstärktem Rahmen, Vollfederung und spezieller Rahmengeometrie notwendig.

Die Downhillfahrer müssen über sehr gute Kondition, Körperbeherrschung, Fahrgeschick und Übung verfügen. Downhillfahrer sind stets mit umfangreichem Körperschutz wie Integralhelm, Arm-, Bein-, Brust- und Rückenprotektoren sowie idealerweise mit Genickschutz ausgerüstet.

Downhill-Strecken benötigen ausreichend Gefälle und sind daher vorwiegend in den Bergen oder Mittelgebirgen zu finden. Da die Räder für das Bergauffahren nur wenig geeignet sind, finden sich Bikeparks mit Downhillstrecken häufig in Skigebieten mit Liften (z.B. http://www.bikepark-winterberg.de/ oder http://www.bikepark-braunlage.de/).

Downhill wird auch als Wettkampfsport betrieben. In Deutschland wird z.B. im Rahmen des iXS Downhill Cup (www.ixsdownhillcup.com) der iXS Rookies Cup für Nachwuchsfahrer ausgetragen. Der Radsportweltverband UCI trägt die Weltmeisterschaften im Downhill aus.

Im RV Germania Hungen sind im Moment zwei Fahrer aktiv. Weitere Fahrer sind willkommen!

Mehr Informationen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Downhill

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